Szenisches Erzählen

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold – aber stimmt das wirklich? In diesem Wochenend-Workshop gehen wir dieser Frage schreibend auf den Grund. Im Mittelpunkt steht das szenisch-literarische Erzählen: Geschichten, die nicht erklären, sondern zeigen. Szenen, in denen zwischen den Zeilen oft mehr passiert als im Gesagten selbst.

Wir beschäftigen uns intensiv mit Dialogen – denn hier verhandeln Figuren ihr Miteinander, ihre Konflikte, ihre Nähe und Distanz. Doch bevor geschrieben wird, wird gehört: Wie klingt Sprache bei mir, wie bei Dir? Was macht einen Dialog lebendig und glaubwürdig? Wann wirkt Gesagtes stark – und wann sagt eine Handlung mehr als jedes Wort? Im szenischen Erzählen geht es häufig darum, das Wesentliche eben nicht auszusprechen und dem Schweigen Raum zu geben.

Mit intuitiven Schreibübungen entstehen unter Anleitung Textminiaturen, Szenen und Fragmente, die nah am Leben sind: präzise, offen, manchmal überraschend. Schritt für Schritt schärfen wir den Blick für Sprache, Rhythmus und Subtext und entwickeln ein Gespür dafür, wie Szenen Spannung erzeugen und Figuren Tiefe gewinnen.

Die im Workshop entstandenen Texte werden in einer wertschätzenden Runde vorgestellt und gemeinsam besprochen. Der Austausch bietet Inspiration, neue Perspektiven und konkrete Impulse für die Weiterarbeit am eigenen Schreiben.

Der Workshop richtet sich an alle, die Lust haben, erzählerisch zu experimentieren, Dialoge zu vertiefen und das Unsagbare zwischen den Worten sichtbar zu machen – unabhängig von Vorkenntnissen. Denn: Im Anfang war das Wort. Doch am Ende wird häufig geschwiegen…

Wochenend-Workshop

Standort Lensahn: 12./13. September 2026 
in den Räumen der Waldorfschule
4 Blöcke à 2,5 Std.
Kosten: 120 €

Anmeldung bitte per Mail unter:
sarahgrossmann(at)gmx.de

Der Workshop startet mit vier Teilnehmenden. Die Gebühr ist im Voraus per Überweisung zu entrichten und gilt als verbindliche Anmeldung. 

„Kompakt, klar und inspirierend: Schreibübungen, Austausch und Theorie waren genau richtig ausbalanciert.“ Simon aus Grömitz